So arbeitet die Entscheidungshilfe
Die Hilfe beruht auf einem Grundsatz der Fertigungstechnik, dem Bezugsprinzip: Jede Umspannung fügt dem Lagebezug zwischen den Flächen vor und nach dem Wechsel einen eigenen Fehleranteil hinzu. Je öfter ein Teil bei drei Achsen neu gespannt werden müsste und je enger Flächen auf verschiedenen Seiten zueinander liegen müssen, desto eher lohnt ein Zugang aus mehreren Richtungen in einer Aufspannung.
Sieben Angaben werden in Punkte übersetzt und addiert: Aufspannungen, Lagebezug, Schrägen und Hinterschnitte, tiefe Bereiche, Krümmung in beiden Richtungen, Stückzahl und der Wert von Rohteil und Ausschuss. Die Punkte enthalten keine Geldwerte. Ihre Höhe ist eine Gewichtung der Redaktion und wird im Ergebnis so bezeichnet; alle Gewichte stehen unten in einer Tabelle.
Die wichtigste Eingabe ist die Zahl der Aufspannungen, und sie ist zugleich die, die am häufigsten geschätzt wird. Gehen Sie dazu das Teil Fläche für Fläche durch und fragen Sie bei jeder: Ist sie aus der bisherigen Lage erreichbar? Jede Fläche, für die das nicht gilt, verlangt eine neue Lage und damit eine weitere Aufspannung. Wer die Zahl nicht kennt, wählt „weiß nicht“; die Hilfe setzt dann zwei Punkte an und bittet im Ergebnis, nachzuzählen.